Kommentar – Ausnahmezustand in Garzweiler: Hochachtung für Umweltaktivisten

Hut ab! Die Klima-Aktivisten im rheinischen Braunkohle-Revier verdienen Hochachtung und Respekt! Mit ihren Aktionen an diesem Wochenende sind sie mutig vorweg gegangen, haben symbolisch an einigen Stellen und für einige Stunden die gigantische Braunkohle-Maschinerie zum Stehen gebracht.
Ein Kommentar von Jürgen Döschner.


Braunkohle-Gegner laufen durch den Braunkohletagebau Garzweiler der RWE in Erkelenz
Bild 1 vergrößern Braunkohle-Gegner laufen durch den Braunkohletagebau Garzweiler in Erkelenz

Sie haben aufmerksam gemacht auf die größte Umweltbedrohung unserer Zeit: die Gefährdung des Weltklimas durch CO2 und die bedeutende Rolle, die die Braunkohle-Verstromung dabei spielt. Es waren Aktionen des zivilen Ungehorsams: friedlich, gewaltfrei, aber durchaus verbunden mit Regelüberschreitungen. Auf das abgesperrte Gelände der RWE-Braunkohlegrube zu laufen und sich vor die Bagger zu stellen, dürfte formal vermutlich den Tatbestand des Hausfriedensbruchs erfüllen.

Aber dass RWE gemeinsam mit einem massiven Polizeiaufgebot versucht hat, seinen „Hausfrieden“ mit Schlagstöcken und Pfefferspray durchzusetzen, dass RWE nun mit Massenklagen gegen rund 800 Aktivisten und Journalisten versucht, diese zu kriminalisieren – das ist nicht nur unangemessen, sondern zutiefst absurd. Ausgerechnet jener Konzern, der mit seinen Braunkohlebaggern seit Jahrzehnten nicht nur den Frieden einzelner Häuser, sondern ganzer Dörfer und Regionen stört, ja die Häuser sogar zerstört, ausgerechnet dieser RWE-Konzern beklagt sich nun über Hausfriedensbruch, weil einige Hundert Demonstranten durch die von RWE-Baggern zerstörten Landschaften wandern.


Jürgen Döschner
Bild 2 vergrößern ARD-Wirtschaftsexperte Jürgen Döschner

Bei seinem rücksichtlosen Vorgehen stützt sich der Konzern nicht nur auf Paragraphen, sondern auch auf seine wirtschaftliche und politische Macht. Regierende in Bund, Land und Kommunen verteidigen die Kohleverstromung, viele Städte und Gemeinden sind direkt an RWE beteiligt. Die Bilder von Polizisten, die in RWE-Geländewagen gemeinsam mit dem betriebseigenen Sicherheitsdienst Jagd auf Demonstranten machen, sprechen für sich. Das hat die Demonstranten nicht nur wütend gemacht. Es hat sie auch in ihrer Absicht und Entschlossenheit bestärkt.

Zu Recht, wie ich finde. Die Proteste im rheinischen Braunkohlerevier mögen nicht immer legal gewesen sein, aber sie sind angesichts der Ignoranz von Geld und Macht und angesichts der Bedrohung, die es abzuwehren gilt völlig legitim. Wer den Klimawandel stoppen will, muss den größten Teil der Kohle im Boden lassen. Selbst G7 und US-Präsident Obama haben das inzwischen eingesehen. Die Alternativen zur Kohle sind da, die Energiewende ist Realität. Noch glaubt RWE, diesen Wandel mit Schlagstöcken und Pfefferspray aufhalten zu können. Aber so wie an der Börse wird der Energieriese auch in den Braunkohlegruben früher oder später scheitern. Das Schicksal der Atomkraft sollte RWE zu denken geben.

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Anti-Kohle-Kette im Rheinland am 25.04.2015

Anti-Kohle-Kette im Rheinland am 25.04.2015

Die Kohle zerstört,
Landschaften,  Dörfer,  Kirchen, Menschen,  Geschichte, Bauernhöfe,  Hoffnungen,
und das Klima dieser Erde.

Die Kohleverbrennung läuft auf Hochtouren,  die Emissionen auch,  wie die Erderwärmung.
Wir werden eine Erwärmung bekommen von 3,5 bis 5 Grad,  in diesem Jahrhundert,  wenn wir nicht handeln.
„2Grad“ sind das Äußerste was wir hinnehmen dürfen.

Kommt zur Kohlekette ins Rheinische Braunkohlerevier.  Nehmt euch diesen Tag für den Schutz des Klimas.
Erlebt das verwaiste Dorf  Immerath,  erlebt die Gewalt des Tagebaues,  und streitet mit vielen Tausenden für das Klima und eine gute Zukunft der Menschen.

Helft ein ganz starkes Zeichen zu setzen an die Gesellschaft,  an die Politik im Jahr 2015, dem Jahr der Klimaverhandlungen!

Kommt mit uns am 25. April zur Kohlekette,  5 Jahre nach der legendären Anti Atom Kette an der Elbe mit 120.000 Menschen.

Lasst uns für die Energiewende, für eine Welt ohne Atomgefahr und Klimachaos streiten,  fröhlich, kraftvoll und unübersehbar.

Dieser Tag kann der Aufbruch der Zivilgesellschaft sein für das gefährdete Klima,  eine familientaugliche Menschenkette für Große und Kleine Menschen.

PS:  Bitte unterzeichnet den Aufruf und meldet euch bei mir für den / die Busse an.

http://www.anti-kohle-kette.de

Klimaforum Detmold organisiert „Klima- Infostand“ in der Detmolder Innenstadt

DSC_1380Zum Weltklimatag: Klima- Infostand in der Innenstadt

Detmold. Anlässlich des Weltklimatages organisierte das Detmolder Klimaforum den ersten Klima- Infostand.  Über 500 „Klima-Flyer“ wurden an die Bürger verteilt, sowie hunderte Unterschriften gegen Fracking gesammelt.

Eine symbolische Aktion mit aufgebauten Zelten, sollte verdeutlichen, dass viele Menschen ihre Heimat verlieren werden und vor dem Klimawandel flüchten müssen.

An der Rathaustreppe wurden Banner aufgehängt  mit der Aufschrift:

„365 WELTKLIMA TAGE im Jahr braucht diese Erde“

und

„Die Zukunft hängt am seidenen Faden – Limit 2Grad –                                  Klimaschutz & Klimagerechtigkeit jetzt!“

Am 21.September finden unter anderem in New York und Berlin gr0ße Klima-Demos statt. Infos dazu hier: http://bewegung.taz.de/termine/mal-schnell-die-welt-retten-globale-klima-demo

Anti-Kohle-Kette am 23.08.2014 in der Lausitz


Liebe Menschen  im Jahr 2014,

die Kanzlerin sagt mit umwerfender und bedrückender  Klarheit das eine Erderwärmung über 2 Grad schwerste verheerende Nebenwirkungen nach sich zieht,  und wir merken immer wieder das wir schon jetzt auf dem Weg in ein chaotisches Klima unterwegs sind.
Doch die Politik handelt nicht.   Die Emissionen steigen weiter,  eine Erwärmung von 3,5 bis 5 Grad wird von den Wissenschaftlern noch für dieses Jahrhundert berechnet.  Wir haben schon jetzt eine Klimasituation geschaffen,  die es seit hunderttausenden Jahren nicht gab.
Durch die ganze Menschheitsgeschichte bewegte sich die CO2 Konzentration zwischen 190 und 280 ppm,  nun knacken wir die Grenze von 400 ppm.
Noch können wir uns vermutlich entscheiden.  Wollen wir weiter auf die Politik hoffen oder selber aktiv werden?
Noch können wir den notwendigen radikalen Schutz des Klimas einfordern,  die Begrenzung der Erderwärmung auf max. 2 Grad,  den Schutz der Menschheit vor einer globalen humanitären Katastrophe,  die Erhaltung eines lebensfreundlichen Klimas für unsere Kinder.
Das Klima braucht unser Engagement,  jetzt.  

 

Hier die Internetseite: http://www.humanchain.org/de

Aufruf_Detmold

Bundesweite Energiewendedemo in Berlin am 10. Mai


Es geht um viel,  die Energiewende ist die einzige konkrete Hoffnung auf beginnenden Klimaschutz.
Die Klimafrage und die Frage der Energiegewinnung sind existentielle Zukunftsthemen der Menschheit in diesem Jahrhundert.
Wir können Einfluss nehmen, können die Dinge zum Guten wenden.   Für die Erde und für uns Menschen.

Es wird auch ganz sicher eine sehr schöne Demo, mit hunderten Booten auf der Spree und tausenden Menschen an Land.

Die Bands „Seeed“  und „Revolverheld“ machen das Musikprogramm.

Unser Bus fährt um 7 Uhr ab Detmold Kronenplatz, um 7.15 Uhr ab Detmold- Altenkamp, Abzweig Bergwiesenhof. Kosten 15.-€, Ermäßigt 10.-€, Soli 20.-€

„Das Scheitern des Klimaschutzes ist das Scheitern der menschlichen Humanität und Intelligenz“

Liebe Grüße, Ulf Allhoff-Cramer, Klimaforum Detmold

http://www.energiewende-demo.de

Vortrag von Prof. Dr. Stefan Rahmstorf, Klimaforscher am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung.

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Es gibt viele Fragen zum Thema:  Wie steht es wirklich um das Klima?  Kann es zu katastrophalen Veränderungen kommen?  Müssen wir etwas unternehmen?   Tragen wir Verantwortung?  Können wir weiter so leben wie bisher? Antworten hierauf dürfte der Vortrag von Professor Rahmstorf erwarten lassen.


Nach dem Studium der Physik promovierte
Stefan Rahmstorf 1990 in Ozeanographie an der
Victoria University of Wellington (Neuseeland).
Seit 2000 lehrt er als Professor im Fach Physik
der Ozeane an der Universität Potsdam.
Stefan Rahmstorf hat über 80 Fachpublikationen
und diverse Bücher veröffentlicht. Unter anderem
war er einer der Leitautoren des 4. IPCC-Berichts.
 

Musikalische Begleitung:  Florian Stubenvoll, klarinette,  Miroslav Grahovac, akkordeon  und Mike Turnbull, percussion

Das 
Klimaforum Detmold  freut sich auf einen erkenntnisreichen Abend.

Karten bei der VHS,  Krumme Strasse,  sowie den Stadtwerken,  Rosental.  Eintritt 5.- bzw. 3.-€Veranstalter:  Klimaforum Detmold,  Stadt Detmold,  Lippische Landeskirche,  VHS

Sponsor: Stadtwerke Detmold

Energiewende Demo in Berlin am 30.11.2013

Detmolder Klimaforum bei der Demo „Energiewende Retten“ in Berlin mit 16.000 Teilnehmern.

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Am Samstag sind ca. 50 Lipper mit dem Bus zur Energiewende und Klimaschutzdemo in Berlin gefahren.
Gegen den Willen einer grossen Mehrheit der Bundesbürger will  die  zukünftige Koalition das Tempo der Engergiewende massiv zurückfahren.
Die Forderung eines breiten gesellschaftlichen Bündnisses ist der ambitionierte Ausbau der regenerativen Energien,  statt der klimaschädlichen Stromerzeugung aus Kohle sowie aus Atomkraft.  Nur so könne die Klimakatastrophe noch vermieden werden und eine sichere und bezahlbare Energieversorgung sichergestellt werden.

Hier gibt es Fotos von der Demo:

https://www.dropbox.com/sh/59la8oe72eqfgat/MwbI0wuafD#/

Hier gibt es ein Video von der Demo:

http://www.youtube.com/watch?v=en8oPrWkb_M